Dune – Part One reicht erstmal
Im Vorfeld dann doch lieber Interstellar, oder Arrival? Ich habe mich für Dune – Part One entschieden gehabt, wahrscheinlich weil ich mich von seinen 10 Nominierungen und daraus
resultierenden 6 Oscars hab blenden lassen. Alles in allem fühlt sich der Auftakt der cineastischen Triologie von Dennis Villeneuve, nach dem Buch von Frank Herbert
Dune – der Wüstenplanet, allenfalls solide an. Gut, die Special Effects sind stark. Heutzutage ist es jedoch schwierig für mich einzuordnen, wieviel Arbeit wirklich darin steckt, diese Effekte mithilfe von Computer und AI zu generieren. Auch sind die Summen, die da in der Produktion für so einen Blockbuster verballert werden, für mich nicht greifbar. In dem Fall reden wir von 165 Millionen US-Dollar. Ja, wir werden hier in eine komplett neue Welt eingeführt, die unverkennbar jene der Videospiele aus den 90ern ist. Wüstenlandschaft, Sandwürmer, Erntemaschinen, Libellenhubschrauber. Drumherum eine Story aus verfeindeten Clans inklusive Verrat, eigentlich nix Neues. Viel Epos bedeutungsschwanger unterlegt mit Musik, natürlich wie solls auch anders sein, mal wieder von Hans Zimmer. Timothée Chalamet spielt den Kronprinzen Paul gut. Ein schmächtiger Antiheld, von Visionen geplagt, sich aufschwingend sein Volk und die Wüstenbewohner zu befreien. Wie immer halt. Der Erz-Feind, ein fliegender Chaba the Hutt auf Diät. Sogar Imperator heißt er und das Ganze dazu noch Imperium. Was ist los Leute, keine eigenen Ideen mehr? Zendaya sieht man sowieso nur größtenteils in den Träumen zuvor, ohne die die Handlung womöglich noch langweiliger geworden wäre. Die Fremen als primitives indigenes Nomadenvolk beschrieben, mit dem Recht des Stärkeren. Andernfalls finde ich die karge Wüstenlandschaft nicht langatmig genug dargestellt. Die sollte man noch mehr fühlen müssen, die Qual, der Überlebenskampf, das muss dem Zuschauer nahe gehen! Doch hier muss ein auf Effekte gezüchtetes Publikum bedient werden. Zack ein Sandwurm, zack ein Angriff, zack die Fremen gefunden. Zack, zack, zack, die Bohne.

Ich geben dir Recht, die Story ist wenig überraschend und aufregend. Und ja, manchmal ist er ätzend langsam erzählt. Trotzdem finde ich es als halbwegs großes Kino. Auf einer großen Leinwand wirkt der Film fantastisch. Auch Teil 2 passt gut ins Gesamtbild. Ein Jahrhunderfilm ist es aber definitiv nicht.